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Newsletter März 2020

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Brexit: Jetzt nach vorne schauen

Am 31. Januar 2020 vollzog Großbritannien den sogenannten Brexit und trat aus der Europäischen Union aus. Knapp zwei Monate sind nun vergangen und es bleibt die Frage, wie es nun weitergeht. Schließlich ist das Vereinigte Königreich ein wichtiger Wirtschaftspartner. praemium wirft daher einen Blick auf einige Bereiche, in denen in Zukunft mit höheren Kosten und neuen Bestimmungen zu rechnen ist.

Die Übergangsphase bis Ende des Jahres macht den Brexit zum Glück nicht ganz so hart wie erwartet. Derzeit wird hinter den Kulissen mächtig verhandelt, um in dem knappen Zeitraum ordentliche Ergebnisse zu erzielen. Auch wenn Großbritannien mit dem Austritt aus der EU nun wieder offiziell zu den Drittländern gehört, gelten bis zum 31. Dezember weitestgehend noch die Bestimmungen für einen EU-Mitgliedstaat. Trotzdem, in vielen Bereichen werden Änderungen eintreten, auf die sich Unternehmen schon jetzt einstellen sollten. Die meisten Schwierigkeiten werden diejenigen haben, die bisher nur im EU-Binnenmarkt tätig waren. Sie müssen sich beispielsweise komplett neu mit dem Thema Ausfuhrbestimmungen und Zoll auseinandersetzen. Beides ist nicht gerade leichte Kost, zumal sich vor dem Hintergrund der möglichen Austrittsszenarien vieles erst sehr kurzfristig entscheiden wird. „Aktuell liegen zahlreiche Bestimmungen aufgrund der laufenden Verhandlungen zwar noch im Dunklen. Was sich aber schon sagen lässt, ist, dass Unternehmen mit mehr Formalitäten und neuen Kosten rechnen müssen. Und das betrifft nicht nur den Zoll und den Warenverkehr. Schon Dinge wie Telekommunikation oder das Reisemanagement, die weniger im Fokus stehen, benötigen höchstwahrscheinlich ein Update und da ist es wichtig, dass bestehende Verträge und Prozesse frühzeitig angepasst werden“, erläutert Christian Herres, Geschäftsführer von praemium.

Zoll und Transport

Geänderte Ausfuhrbestimmungen und Zollformalitäten werden vor allem den Bereich Transport und Logistik betreffen. Grundsätzlich hängt alles davon ab, wie am Ende des Jahres die Verhandlungen gelaufen sind. Dabei gilt: je geordneter, desto besser. Und was sicher helfen würde, wäre ein Austrittsabkommen, das beiden Seiten Sicherheit gibt. „Das schließt aber nicht aus, dass neben den Zöllen auch mit Mehrkosten beim Transport zu rechnen ist. Die Einfuhrzeit verlängert sich durch Wartezeiten an der Grenze, neue Formalitäten und Genehmigungen – gerade auch bei sensiblen Gütern – werden die Organisation deutlich aufwendiger machen“, erläutert Holger Fey, Mitglied der Geschäftsleitung von praemium. Wer in Zukunft Waren nach UK ausführen möchte, muss dies beim Zoll anmelden und sich per EORI-Nummer (Economic Operators‘ Registration and Identification number) registrieren lassen. Für die weitere elektronische Abwicklung wird dann eine Zollsoftware oder alternativ die Internetzollanmeldung IAA+ benötigt. Und auch umsatzsteuerlich wird sich für Unternehmen etwas verändern, da die bisherigen EU-Richtlinien keine Geltung mehr haben. Und was für Export gilt, betrifft ebenso den Weg in den EU-Raum: Ausfuhrabfertigungen in UK, Einfuhranmeldung in Europa, EU-Zölle sowie weitere Genehmigungen, Lizenzen und Zertifikate.

Verpackungen, Telekommunikation und Dienstreisen

Auch wenn sich beim Thema „Verpackung“ wahrscheinlich nichts Wesentliches ändern wird, muss doch beachtet werden, dass Großbritannien nicht mehr den EU-, sondern den internationalen Richtlinien unterliegt. Bestimmungen für beispielsweise Holzverpackungen müssten dann auch dort eingehalten werden. Neues gibt es auch beim Thema Dienstreisen. „Zunächst einmal, ganz banal, müssen gültige Reisepässe vorhanden sein. Auch könnten sich die Visa-Bestimmungen für bestimmte Staatsangehörigkeiten verändern. Zudem ist mit höheren Kosten bei Hotel- und Transportbuchungen zu rechnen – allein schon durch veränderte Steuersätze – die sich dann beim Reisemanagement bemerkbar machen“, so Christina Fleck-Heimbach, Mitglied der Geschäftsleitung bei praemium.

Lediglich im Bereich der Telekommunikation scheint sich nicht viel zu verändern. Zumindest bis zum Ende der Übergangsfrist versprechen die drei großen Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone weiterhin keine Roaming-Gebühren für das Telefonieren in Großbritannien zu erheben. Ob sich das ab 2021 ändern könnte, hängt sehr stark davon ab, wie sich UK nach den Verhandlungen verhält. Es wäre sicherlich wünschenswert, wenn auch nächstes Jahr noch EU-Konditionen in Großbritannien gelten würden. Sicher muss das aber keineswegs sein. „Wir empfehlen daher, dass Unternehmen in der 2. Jahreshälfte ihre Verträge dahingehend checken lassen, um nicht am Ende unnötig hohe Handykosten zu zahlen. Unsere Experten beraten Sie gerne dazu. Übrigens: Im Rahmen unseres aktiven Vertragsmanagements zählen solche Leistungen zum Serviceangebot“, ergänzt Christina Fleck-Heimbach.

Viele Bereiche – ein Dienstleister

Es bleibt also spannend, was sich bis Ende 2020 zwischen Brüssel und London tut. Zollgebühren und Ausfuhrformalitäten wird es definitiv geben, verbunden mit höheren Kosten und mehr Bürokratie. Andere Bereiche wie Reiskostenmanagement, Telekommunikation oder Versicherungsschutz sollten Unternehmen spätestens in der 2. Jahreshälfte überprüfen lassen, um 2021 auf der sicheren Seite zu sein. „praemium bietet hierbei nicht nur das nötige Experten-Know-how, sondern vor allem ein breites Beratungsportfolio, mit dem Unternehmen rundum gut versorgt sind. Testen Sie uns einfach und fragen Sie nach einer kostenlosen Potenzialanalyse“, so Christian Herres.

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